Bericht von Dekan Hertneck zur Bezirkssynode am 16. November 2018

Wir stehen im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum.

In einigen unserer Gemeinden oder auch Distrikten gibt es ganz neu wieder Gottesdienste oder Feiern am Reformationstag. Das ist richtig schön! Das Evangelische Jugendwerk Waiblingen begeht in großer Treue die Church Night. Dieser Aufbruch ist nicht nur angesichts der Halloween-Umtriebe wichtig, sondern auch von der Sache her: Wir sollen zeigen, wofür die Evangelische Kirche steht. 

Das Reformationsjubiläum 2017 hat Auswirkungen: Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag seit diesem Jahr wieder gesetzlich geschützt - obwohl es Kritik von katholischer Seite[1] und auch von jüdischen Gemeinden[2] gab. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Reformationstag schon seit langem Feiertag.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann antwortete auf die entsprechende Anfrage unseres Bischofs Frank-Otfried July: „Baden-Württemberg hat genug Feiertage“[3] und merkt an: „Irgendwann müssen wir auch arbeiten.“ Dieses Statement war angesichts der Ernsthaftigkeit, in der in anderen Bundesländern diskutiert und zum Teil einstimmig entschieden wurde, ein für mein Gefühl zu leicht dahingeschwatztes Wegwischen eines berechtigten Anliegens. 

Das Reformationsjubiläum 2017 war doch gerade deshalb bemerkenswert, weil es auf der einen Seite durch und durch evangelisch war und auf der anderen Seite ökumenische Offenheit und religiöse Dialogbereitschaft zeigte.  

Das evangelische Prinzip, die Kirche immer neu am Evangelium auszurichten und entsprechend zu reformieren, hat sich 2017 bewährt. Den Länderparlamenten im Norden Deutschlands ist klar geworden: Die Evangelische Kirche fördert in unserer Gesellschaft ökumenische Offenheit und religiöse Dialogkompetenz. 

Das hat unser Land nötig.


Wir stehen im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum.

Nach innen und außen haben wir den Glauben zu bezeugen.
Das Evangelium soll zur Sprache kommen. 

Die theologische Begründung dieses Auftrages ist einfach: Gott hat sein Wort gesprochen und in Jesus Christus hat es Gestalt angenommen. „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit des einziggeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade, voller Wahrheit.“ (Johanes 1, 14) Göttliche Herrlichkeit in Jesus Christus ablesbar! Göttliche Wahrheit in Jesus Christus erkennbar! Göttliche Gnade durch Jesus Christus erfahrbar! Dies erleben wir im Glaubensmoment und bezeugen es im Glaubensbekenntnis. In Jesus Christus entdecken wir die Wahrheit in Klarheit: Gott ist die Liebe. Das dürfen wir leben. Darauf bauen wir Kirche in unseren Tagen. 

Unsere Evangelische Kirche wird durch ihren Christusbezug als Kirche erkennbar. In aller Klarheit wollen wir Gott loben. „Lobpreis und Anbetung“ (Doxologie und Proskynese) gibt es seit biblischen Zeiten. „Lobpreis und Anbetung“ sind in den letzten Jahrzehnten zugleich zu einer neuer Form herangereift und an manchen Orten oder zu bestimmten Feiern ein fester Bestandteil des Gottesdienstes geworden. 

Die Begriffe „Lobpreis und Anbetung“ meinen, dass mehrere Lieder „Worship-Songs“ mit Wiederholtexten hintereinander gesungen werden. Anbetungslieder im engeren Sinne sind kurze, meist einstrophige, dafür oftmals wiederholte Gesänge. Sie sind – auch wo sie den Kommunitäten entstammen - in der Musiksprache der Gegenwart gehalten. Lobpreismusik hat sich im Verlauf von sechzig Jahren zu einem eigenen Musikstil entwickelt, dessen Ursprünge in der charismatischen Bewegung liegen und vor allem von der jüngeren Generation praktiziert und geschätzt wird. Von Taizé herkommend kennen wir solche Klangteppiche, die uns tragen. Wir sollten davor keine Berührungsängste haben. 

Interessant ist: Lobpreis und Anbetung haben das eigene Wohlbefinden nicht zwangsläufig zur Voraussetzung, sondern wachsen aus dem Gottesdienst heraus ins Leben. Wir preisen Gott, seine Wohltaten, obwohl es uns manchmal eben nicht gut geht oder wir in Krisen stehen. Marias Magnificat in Lukas 2 steht dafür. Auch das „In dir ist Freude in allem Leide“ aus dem Gesangbuch steht dafür. Ich bin daher dankbar, dass in unserem Kirchenbezirk mit der Liedauswahl behutsam umgegangen wird. Traditionelle und moderne Glaubenslieder besingen denselben Christus. 

„Lobpreis und Anbetung“ gab es auch in diesem Jahr am 11. Oktober, an dem Vertreter des Pietismus, der Apis, der Hahnschen Gemeinschaft, der Süddeutschen, des Christusbundes, von Asarja in der Michaelskirche gemeinsam mit Vertreter*innen aus den Ortskirchengemeinden miteinander Abendmahl feierten. Die Zeit geht ihrem Ende zu, in der wir es uns erlauben konnten, vor Ort nebeneinander her zu leben.  

Die Evangelische Kirche steht für ökumenische Offenheit und religiöse Dialogfähigkeit.


Wir stehen im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum.

Wenn wir den „Dreieinigen“ preisen, mit den Cherubinen und Seraphinen das „Heilig,. Heilig, Heilig“ singen, ist das keineswegs gegen den interreligiösen Dialog gerichtet. Im Gegenteil: von unserem Friedefürsten her, von Christus her, begeben wir uns in diesen Dialog. Als Beispiel nenne ich die Handreichung der EKD „Klarheit und gute Nachbarschaft“. 2006 schrieb der damalige Ratsvorsitzende im Vorwort den sehr umstrittenen Satz: „Mit Bedacht trägt diese Handreichung den Titel „Klarheit und gute Nachbarschaft“. Sie geht vom Respekt für den Glauben und die Überzeugungen von Muslimen aus. Doch Überzeugungen, auch Glaubensüberzeugungen, können es nicht rechtfertigen, dass man anderen den Respekt versagt, grundlegende Menschenrechte in Frage stellt und die Achtung der eigenen Überzeugung durch Einschüchterung, Drohung oder Gewaltanwendung einfordert. Der Respekt vor dem Glauben anderer schließt ein, dass man kritische Rückfragen stellt und auch selbst bereit ist, sich solchen Rückfragen auszusetzen.“

Für diesen Satz ist Bischof Huber gescholten worden, weil er den Muslimen pauschal unterstelle, sie würden die Menschenrechte nicht achten. Ich persönlich lese das nicht in den Sätzen. Ich lese aus ihnen vielmehr den Aufruf zur religiösen Dialogfähigkeit, die sich für eine gute Nachbarschaft von Christen und Muslimen in unseren Städten ausspricht und zugleich auch für eine Freundlichkeit und Klarheit im Dialog, die etwaige Probleme nicht ausklammert. Zu dieser Dialogfähigkeit gehört auch, kritisch und auch selbstkritisch zu sein. Ich danke daher ausdrücklichen allen, die sich an vielen Stellen in unserem Kirchenbezirk bemühen, den christlich-muslimischen Dialog in der eigenen Nachbarschaft zu führen. Es ist in diesem Dialog ein achtungsvoller Respekt vor Moschee und Kirche nötig. 

Im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum gilt: Die Evangelische Kirche fördert aus Ihrer Christusmitte heraus ökumenische Offenheit und religiöse Dialogfähigkeit.

Auch für unser Selbstverständnis ergibt sich daraus ein Gewinn. Der badische Landesbischof Cornelius Bundschuh sagte das in anderem Zusammenhang so „Wir interessieren uns für die Religion der anderen, wir suchen das interreligiöse Gespräch. Aber um es ernsthaft zu führen, müssen wir unsere eigenen christlichen Wurzeln kennen und anderen Auskunft geben können über unseren Glauben und die Gründe für unser Handeln.“ Deshalb bin ich dankbar für die Wochen der weltweiten Kirche, die wir im vom 7.-24. Oktober dieses Jahres miteinander im Kirchenbezirk begehen konnten. Sie haben uns weitergebracht.

Im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum beobachtete ich im Kirchenbezirk eine neue Arbeitstechnik. Die Kirchengemeinden und Einrichtungen verbinden sich über einem Thema und stellen ihre Gottesdienste und Veranstaltungen zum Thema in einem gemeinsamen Format zusammen. So wird nicht nur mitgeteilt, was in den Gemeinden geschieht, sondern über die Gemeinden hinaus ein Diskurs geführt, der auch der außerkirchlichen Öffentlichkeit spürbar auffällt. Ich danke allen Gemeinden und Einrichtungen, die an den Inklusionswochen im Frühjahr und den Woche der weltweiten Kirche im Herbst engagiert waren und ich freue mich auf die Themenwochen „Frauen in der Kirche“ im nächsten Frühjahr.

Apropos Zusammenarbeit im Protestantismus
Wir stehen im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum.

Die Kirchenhistorikerin Katharina Kunter spricht von 30.000 Gemeinschaften und fünf Hauptströmungen des Protestantismus Lutheraner, Reformierte, Anglikaner, Methodisten und Baptisten. Wohin die Pfingstkirchen gehören, lässt sie offen.

Viele Protestanten haben sich vereinzelt. Viele halten sich in einem privaten Rahmen auf und nutzen das kirchliche Geschehen kaum. Manche habe sich in kleinen Gemeinden/Gemeinschaften oftmals auf Kosten der Breite der Themen, die geistlich und diakonisch, missionarisch und kulturell anstehen, eingerichtet.  Ich vermisse bei den Protestanten das selbstverständliche „Ja zur Kirche“.

Ich frage uns kritisch an:

  • Kann ein/e Christ*in überhaupt ohne Gemeinschaft/Kirche sein?

  • Kann ein/e Mitarbeiter*in der Kirche zugleich sagen: ich gehöre nicht zur Kirche?

  • Was ist denn die Botschaft eines Mesners, wenn er mir das Gesangbuch reicht und dabei sagt: also, ich persönlich singe nicht daraus? Die diakonischen Arbeitgeber haben dem Vorschub geleistet: für die Kirche zu arbeiten und nicht zur Kirche zu gehören.

Das jüngste Arbeitsgerichtsurteil aus Erfurt könnte nun zur Folge haben, dass unsere Kirche zu einem Dienstleistungsunternehmen degradiert wird, das nicht einmal mehr danach fragen darf, ob sich eine Bewerberin oder ein Bewerber überhaupt zur Kirche zählt. 

Wir als Kirche nennen uns Landeskirche. Wir verstehen darunter eine regionorientierte Kirche. Wir wollen vor Ort präsent sein in den Straßen und Gassen. 

Zu unseren Gemeinden im Kirchenbezirk Waiblingen gehört nun spätestens seit dem Pfarrplan 2024, dass wir bereit sind, über unsere Einzelgemeinde hinweg mit der Nachbargemeinde und im Kirchenbezirk kooperieren. Ich danke ausdrücklich allen, die sich mit oder ohne SPI-Beraterteam diesem für unsere Ortskirchen langfristig bedeutsamem Umbruch stellen. Zur unserer Evangelischen Kirche im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum gehört also auch innerprotestantische Offenheit und innerevangelische Dialogbereitschaft.

Das ganze Spektrum landeskirchlicher Frömmigkeitsformen und Denkweisen soll in unseren Gemeinden Respekt und Förderung erfahren und Heimat haben. Es geht daher um Christi willen darum, Dialogkompetenzen zu zeigen. Offenheit und Dialogfähigkeit bewähren sich naturgemäß besonders an den Themen, die aktuell debattiert werden.

Es gilt dabei der Grundsatz:
Wenn über den Nächsten gesprochen wird, wird mit dem Nächsten gesprochen.
Konkret:

  • wenn derzeit über Homosexualität gesprochen wird, wird mit Schwulen und Lesben gesprochen und nach einem Weg gesucht;

  • wenn Streit in der Gemeinde ist, so wird das Gespräch miteinander geführt;

  • wenn über Inklusion gesprochen wird, so sprechen Menschen mit und ohne Behinderung miteinander;

  • wenn über den christlich-jüdischen Dialog gesprochen wird, so reden wir mit Menschen jüdischen Glaubens und lernen ihr Selbstverständnis kennen und wir reden nicht über Menschen jüdischen Glaubens;

  • wenn über die Kirchenzugehörigkeit kirchlicher Mitarbeitender gestritten wird, müssen wir mit Menschen sprechen, die nicht zur Kirche gehören wollen und doch für die Kirche arbeiten möchten;

  • wenn in unseren Gemeinden Dienstgeber und Dienstnehmer einen Konflikt haben, sollen  sie dies rasch und an einem Tisch miteinander klären;

  • wenn wir über Frauen in der Kirche reden, hören Männer den Frauen zu und lernen von ihnen; sicher auch umgekehrt. Gestern vor 50 Jahren, am 15.11.1968 wurde die erste Frau in unserer Kirche ordiniert. Gegen den massiven Widerstand nicht nur vieler Männer. Allerdings gab es schon im 9. Jahrhundert eine Bischöfin namens Theodora und Paulus nannte Junia in Römer 16 bekanntlich Apostelin. Ich möchte heute jedoch nicht verhehlen: 50 Jahre nach der Frauenordination hat in Württemberg der Wind wieder gedreht: In Lettland wurde im Juni 2016 im Kirchengesetz verankert, dass nur Männer die Ordination empfangen dürfen. Wir dürfen gespannt sein, wenn wir im kommenden Frühjahr mit der Bezirkssynode beginnend unsere Bezirkswochen veranstalten: Frauen in der Kirche.

Zum Thema Dialogkompetenz möchte ich hinzufügen: Nicht der Inhalt, über den wir jeweils aktuell strittig diskutieren, entscheidet über die Wahrheit, sondern auch die Art, wie wir miteinander streiten, hat mit der Wahrheit zu tun. Wer bei jedem Pillepallethema den Status Confessionis ausruft, aggressiv wird und sich von der Kirche trennen will, vertritt das Evangelium unglaubwürdig.  

  • Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, euch zu schreiben. Denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben.“ 1. Thessalonicher 4,9

  •  „Wer sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall." 1. Johannes 1, 9+10


Wir stehen im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum.

Die Bundesregierung hat in diesen Tagen die Digitalisierung als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe ausgerufen. Die Digitale Revolution bezeichnet den durch Digitaltechnik ausgelösten gewaltigen Umbruch, der seit Ausgang des 20. Jahrhunderts einen epochalen Wandel in allen Lebensbereichen bewirkt und der in eine neue Welt führt, ähnlich wie die industrielle Revolution vor 200 Jahren in die Industriegesellschaft führte. Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche. Sie betrifft unsere gesamte Kommunikation. Im Privatleben ist die Digitalisierung längst angekommen. 

Seit Oktober ist im Kirchenbezirk das Projekt „Kirche – online“ angelaufen. Es ist mit seinem auf die Gemeinden unseres Kirchenbezirks und den Rems-Murr-Kreis ausgerichteten Format das einzige Projekt dieser Art in der Landeskirche und hat Pilotcharakter. Wir erhalten daher in der Startphase großzügige Unterstützung durch die Landeskirche. Wir konnten Herrn Jonas Dietz als unseren Online-Referenten gewinnen, der als studierter Medienwissenschaftler mit einer 100%-Stelle diese Arbeit übernommen hat. Auch pastoral und theologisch soll unsere Kirche-online qualifiziert besetzt sein. Ich freue mich, dass Pfarrer Tobias Küenzlen mit einem Teil seines Deputates dazu bereit ist. Dabei geht es zum einen darum, die Gemeinden und Arbeitsbereiche des Kirchenbezirks bei ihren Internetauftritten zu beraten und zu unterstützen. Herr Dietz führt dazu Gespräche in den Gemeinden.

Hauptanliegen ist uns allerdings etwas anderes: Wir wollen erkunden und erleben, inwieweit das Internet, das für sehr viele längst zu einem absolut selbstverständlichen Aufenthalts- und Kommunikationsraum geworden ist, auch Kirchenraum sein kann. Raum der lockeren Begegnung, Raum der Seelsorge, der Kommunikation des Evangeliums. Der Auftrag lautet daher: Kirche im digitalen Raum. Wir werden dazu in Zukunft manches hören und brauchen dazu auch die Mitarbeit von ihnen allen und ihrer Kirchengemeinde.


Wir stehen im Jahr eins nach dem Reformationsjubiläum.

Frau Dr. Messner wird heute eigens über die Erwachsenenbildung berichten und ich komme zum letzten Punkt, bevor ich schließe:
(Ich spreche in der Sprache eines Rätsels)
Es ist wunderschön gelungen!
Es leuchtet in den Farben unserer Logos.
Es wurde im vorgesehenen Kosten und Zeitrahmen fertiggestellt.
Es wurde mit einem großen Fest am 28. September eröffnet.
Es ist eine offene Verwaltung.
Es beherbergt eine Ausstellung namhafter Künstler.
Es verbindet unsere kreisweiten Dienste: Kreisdiakonieverband, Evangelische Erwachsenenbildung, Kirchliche Verwaltungsstelle und die Waiblinger Dienste: Geschäftsstelle Kindertageseinrichtungen, Kirchenpflege und Mitarbeitervertretung 
Es ermöglicht ein Sichbesserkennen, ein besseres Voneinanderwissen, bessere Zusammenarbeit.
Unser Forum – Diakonie – Kirche - unser Dienstleistungs- und Verwaltungsgebäude.

Ein Dankeschön dem Geschäftsführer und dem Verwaltungsleiter, Ihnen Herr Gerhard Rall und Herr Reinhard Bihlmeyer, für diese außerordentliche berufliche Leistung. Unser Verwaltungsstellenleiter Fritz Ruff, wird dazu nachher noch aus seinem Erleben heraus konkret berichten.

Wir gehen nun in Jahr zwei nach dem Reformationsjubiläum.

Vor uns liegen Kirchenwahlen. Ich freue mich darauf. Machen Sie möglichen Kandidat*innen für die Ämter in den Ortsgemeinden und der Landessynode Lust auf eine Kandidatur! Unterstützen Sie diese. Fördern sie den Dialog. Gehen Sie auf Menschen zu, die bislang vielleicht noch kein Amt in der Kirche haben. Gewinnen Sie erfahrene Kräfte, die bereits heute im Amt sind und weiterhin die Berufung für ein Amt in unserer Kirche in sich spüren.

Wir wollen in den Gemeinden, dem Rems-Murr-Kreis und dem Land eine vitale Evangelische Kirche. Wir setzen auf Mitbestimmung und Eigenverantwortung in unserer Evangelischen Kirche. Unterstützen Sie die Wahlen! Ich nehme diese Vorankündigung der Wahlen abschließend als Anlass, Ihnen als Synodalen unseres Bezirks herzlich zu danken. Ich danke allen in den Gemeinden, die ein Wahlamt innehaben. Und ich danke allen Pfarrerinnen und Pfarrern für ihren guten Dienst.

Und nun danke ich aber Ihnen allen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihren Langmut.

Timmo Hertneck, Dekan
Waiblingen,16. November 2018


[1] https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/der-31-oktober-als-feiertag-bischof-hee-skeptisch

[2] https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/30639

[3] https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vorschlag-abgelehnt-reformationstag-wird-kein-gesetzlicher-feiertag-im-suedwesten.0edf69fa-c78e-4989-9371-4d1fa6cd5f0f.html