Übersicht über den PfarrPlan 2024 - Prozess im Kirchenbezirk Waiblingen

Übersicht über den PfarrPlan 24 Prozess im KB Waiblingen

1.) Grundsatzbeschlüsse der Bezirkssynode 11.11.2016 
Die Synode beschließt keine Verrechnung von Sondereffekten bei der Zuteilung bzw. Kürzung von Pfarrstellen für den Betrieb eines Kindergartens. Der Kirchenbezirk habe als Entlastung der Kirchengemeinden einen bezirksweiten Träger geschaffen. Auch wegen etwaiger diakonischer / kultureller / sozialer Einrichtungen vor Ort wird beschlossen, keinen Sondereffekt einzurechnen, weil an jedem Ort vergleichbar intensiv pastoral zu begleitende Sondervoraussetzungen zu finden sind.

Durch die Benennung des Sonderausschusses als „Struktur-und PfarrPlanausschuss“ und den Hinweis, Strukturen -  auch im Hinblick auf den PfarrPlan 2030 - zu überprüfen, gab die Bezirkssynode den Impuls, einen grundlegenden Strukturveränderungsprozess hinsichtlich struktureller Kooperation von Kirchengemeinden einzuleiten. Im Blick war auch schon der PfarrPlan 2030, bei dem eine weitere schmerzliche Kürzung aufgrund des Mangels an Pfarrerinnen und Pfarrern droht. Der Ausschuss bestand aus dem gesamten Kirchenbezirksausschuss sowie vier Personen unter 40 Jahren, die hinzugewählt wurden. So waren alle fünf Distrikte in die Entwicklung der Ergebnisse eingebunden.


2.) Transparenz des Prozesses / Beteiligungskultur
Die Transparenz des Prozesses war vorgegebenes, hohes Ziel und wurde so erzeugt, dass alle sieben Ausschusssitzungen öffentliche Sitzungen waren. In jeder Sitzung wurde geklärt, was in den Kirchengemeinden der jeweiligen Distrikte zu berichten sei. 

Das Treffen aller gewählter Vorsitzenden am 18. Februar 2017, Pfarrdienstbesprechungen und Bezirkssynoden wurden für den Struktur-und PfarrPlanprozess genutzt. Das Zahlenmaterial sowie die Protokolle des Ausschusses standen allen Gemeinden immer zur Verfügung. Besuche in den Gremien und bei Gemeindeforen nahm der Dekan wahr (u.a. in Strümpfelbach, Hegnach, Breuningsweiler, Buoch, Oeffingen, Steinach/Hößlinswart und auch in einer gemeinsamen Sitzung in Leutenbach, Weiler z. Stein und Nellmersbach).

Einen Höhepunkt bildetet der 15. Juli 2017, der Workshop der Vorsitzenden der Kirchengemeinden. Auch die Vorsitzenden aus Steinach/Hößlinswart nahmen teil. Hauptanliegen war, sogenannte „Kooperationsverbünde“ in Arbeitsgruppen zu diskutieren, um konkrete Perspektiven der Zusammenarbeit zu diskutieren. Das Ergebnis wurde gesichert. Eine Arbeitsgrundlage für die Kirchengemeinderatsgremien unmittelbar nach der Tagung wurde vom Ausschuss erstellt und als möglicher Beschlussimplus den Kirchengemeinden am 20. Juli 2017 zugesandt. Die Gemeinden hatten daraufhin die Möglichkeit sich bis zum 31.12.2017 zurückzumelden. Von allen Gemeinden kamen Rückmeldungen, sich auf einen Prozess des Zusammenwachsens einlassen zu wollen. Manche Gemeinden konnten bereits Fusionsbeschlüsse vorlegen.
Am 25.1.2018 konnte in einem großen Konsens ein einstimmiger Beschluss zur Stellenzuteilung und Gemeindestrukturempfehlung. Dieses Papier bildete die Beschlussvorlage für die Bezirkssynode, welche sich diesen Entwurf am 23. März 2018 mit 64 Stimmen bei sieben Gegenstimmen und sieben Enthaltungen als Beschluss zu eigen machte.


3.) Berechnung
Der Vorsitzende der Bezirkssynode, Herr Max Müller, legte sein Augenmerk auf die Berechnungszusammenhänge unseres PfarrPlanes. Der Kirchenbezirk ist Herrn Müller zu großem Dank dafür verpflichtet, jederzeit die Excelsheets auf den jeweiligen Fragezusammenhang hin auszurichten und zu erklären. 


4.) Auswirkungen des PfarrPlans 2024

Schmiden-Oeffingen
: Die beiden Kirchengemeinden wollen fusionieren, der Prozess ist eingeleitet. Die Kürzung einer halben Stelle erfolgt auf der Pfarrstelle Schmiden II mit Freiwerden.

Fellbach hat sich bereits aufgrund des Pfarrplanes 2018 zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. In diesem PfarrPlan keine Kürzung.

Waiblingen hat sich ebenfalls bereits aufgrund des Pfarrplanes 2018 zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Kürzung einer 50-Prozentstelle für die Martin-Luther-Kirche wurde beschlossen.

Kernen: Rommelshausen und Stetten haben sich aufgrund des Pfarrplanes 2018 zu einer Gesamtkirchengemeinde zusammengeschlossen.

Weinstadt-West: Die 50-Prozentstelle Endersbach II wird mit Freiwerden aufgehoben. Endersbach II wird von Strümpfelbach aus mitversorgt. Ein Zusammenwachsen der drei Gemeinden Großheppach, Strümpfelbach und Endersbach ist angestrebt.

Korb-Beinstein: Zusammenwachsen ist eingeleitet. Die Pfarrstelle Beinstein wird mit Freiwerden auf 50 Prozent gekürzt. Pfarrstelle Korb 2 übernimmt dann einen Seelsorgebezirk in Beinstein.

Waiblingen-Nord: Ein Zusammenwachsen der vier Kirchengemeinden Neustadt, Hohenacker, Bittenfeld und Hegnach wird geraten. Die Pfarrstelle Hegnach wird um 25 Prozent gekürzt.

Schwaikheim: gekürzt 50 Prozent mit Freiwerden der Pfarrstelle Jakobus-Haus.

Leutenbach: die Kirchengemeinden Weiler zum Stein, Nellmersbach und Leutenbach sollen zusammenwachsen und müssen die Kürzung einer Stelle verkraften und die Seelsorgebezirke neu ordnen. Mit Freiwerden der Pfarrstelle in Weiler zum Stein wird diese nicht mehr besetzt.

Winnenden: hat sich aufgrund des Pfarrplanes 2018 zu einer Gesamtkirchengemeinde zusammengeschlossen. Die Teilkirchengemeinde Schelmenholz/Hanweiler nimmt Breuningsweiler auf.

Winnenden-Teilorte: keine Veränderungen; aufgrund des PfarrPlanes 2018 haben sich die Kirchengemeinden Birkmannsweiler-Höfen-Baach bereits als eine Kirchengemeinde zusammengeschlossen.

Berglen: Steinach und Hößlinswart kommen von Schorndorf mit 75 Prozent in die Kirchengemeinde. Die Stelle wird auf 100 Prozent aufgestockt, weil die Berglenteilorte Spechtshof, Reichenbach und Lehnenberg von der Kirchengemeinde in die neue Kirchengemeinde Berglen übergehen sollen. Hinzu kommt natürlich auch die Kirchengemeinde Oppelsbohm mit einer 100 Prozent Pfarrstelle.

Buoch: Die Pfarrstelle Buoch wird mit Freiwerden aufgehoben. 25 Prozent gehen an den Kirchenbezirk Schorndorf mit dem Ziel, dass die pastorale Versorgung gemeinsam mit den Kirchengemeinden Remshaldens erfolgt.


5.) Konsequenzen in den Gemeinden
Grundsätzlich schmerzt die Kirchengemeinden der Pfarrplan 2024 erheblich. Es kommt zu weitreichenden Veränderungen für alle Kirchengemeinden unseres Bezirkes. Auch Rückfragen an die Landeskirche wurden gestellt.  

Die schmerzliche Herausforderung wurde allerdings in den meisten Kooperationsverbünden angenommen und entsprechende Beratungsprozesse sind bereits heute in Gang. 

Ich möchte dies im Einzelnen ausführen:

(a) Wir erwarten im Bereich der Kirchengemeinde Fellbach eine Neustrukturierung der Parochien.

(b) Grundsatzbeschlüsse gefasst: die Fusion der Kirchengemeinden Schmiden und Oeffingen.

(c) Grundsatzbeschlüsse gefasst: ZusammenWachsen von Korb und Beinstein. Beinstein wechselt daher den Distrikt innerhalb des Kirchenbezirkes.

(d) Wir erwarten ein ZusammenWachsen der Parochien im Bereich der KG Waiblingen.

(e) Wir erwarten ein ZusammenWachsen der Kirchengemeinden im Waiblinger Norden.

(f) Wir erwarten ein ZusammenWachsen der Kirchengemeinden im Bereich der Kommune Leutenbach.

(g) Grundsatzbeschlüsse gefasst: ZusammenWachsen von Strümpfelbach und Endersbach sowie Großheppach.

(h) Seit 1.1.2018 sind die Kirchengemeinden Stetten und Rommelshausen als Gesamtkirchengemeinde Kernen verbunden.

(i) Seit 1.1.2018 sind die Kirchengemeinden Birkmannsweiler-Höfen-Baach als eine Kirchengemeinde zusammengeschlossen.

(j) Grundsatzbeschlüsse gefasst: die Kirchengemeinden Breuningsweiler, Hanweiler/Schelmenholz fusionieren und bilden gemeinsam eine Teilgemeinde der Gesamtkirchengemeinde Winnenden.

(k) Die Kirchengemeinde Buoch (Ortsteil Remshalden-Buoch) erklärt ihre grundsätzliche Bereitschaft des ZusammenWachsens mit den Kirchengemeinden im Bereich der Kommune Remshalden im Kirchenbezirk Schorndorf.

(l) Grundsatzbeschlüsse gefasst: Die Kirchengemeinden Oppelsbohm, Steinach und Hößlinswart wachsen zusammen und bilden gemeinsam die Kirchengemeinde Berglen. Die drei Berglenteilorte Spechtshof, Reichenbach und Lehnenberg sollen sich der entstehenden Kirchengemeinde ebenfalls anschließen.