Sonntagsgedanken zum 9. Dezember 2018

Advent als Weg zur Achtsamkeit

Wir feiern morgen den 2. Advent. Der Advent (eigentlich lat. adventus Domini - Ankunft des Herrn) ist eine Zeit der Wachsamkeit, in der wir uns auf die Begegnung mit dem in Bethlehems Stall geborenen Heiland vorbereiten.

Für mich selbst hat diese Vorbereitungszeit viel mit Achtsamkeit zu tun. Achtsam sein auf das hin, was in mir und um mich herum geschieht. Meinen Körper, Gedanken, Gefühle und meine Umwelt wahrnehmen. Die große Herausforderung dabei ist, nicht sofort zu bewerten, sondern einfach wahrzunehmen. Zum Beispiel ein Geräusch. Wir ordnen in gewohnter Weise sofort ein: das ist Lärm. Nehmen wir einfach die Schwingungen wahr, die ans Ohr dringen. In den Momenten, in welchen es uns gelingt, die Dinge einfach mal nur stehen zu lassen, öffnet sich ein Raum für neue Ideen, eine andere Sichtweise, mehr Gelassenheit.

Achtsamkeit hat nichts zu tun mit "du musst jetzt", sondern mit Innehalten. Den Moment wahrnehmen. Gerade in dieser Zeit vor Weihnachten, in der wir uns getrieben fühlen, so vieles noch zu erledigen, schenkt Achtsamkeit Segen.

Aber wie alles in der Welt muss ich sie erlernen und dann durch Übung mitten im Alltag dabei bleiben: eine rote Ampel nicht als Störenfried betrachten, sondern als Einladung, kurz innezuhalten, den eigenen Atem wahrzunehmen und aus meinem Gedankenkarussell auszusteigen und einzusteigen in den Freiraum, den mir das Jetzt schenkt. Wir sind selten dort, wo unser Körper ist. Meist sind wir mit den Gedanken irgendwo, nur nicht im Hier und Jetzt.

Im Umgang mit mir selbst heißt Achtsamkeit, mich liebevoll und neugierig zu betrachten, wer ich bin mit allem, was da ist: meine Bedürfnisse, meine Gefühle, meine Widerstände. Und sie zu akzeptieren. Das ist vielleicht die schwierigste Übung überhaupt. Diese Akzeptanz ist jedoch der entscheidende Schlüssel, um gut mit mir und anderen umgehen zu können. Und schenkt den Frieden, den wir uns für diese Zeit so sehr ersehnen. Dabei schließt Achtsamkeit andere immer mit ein. Zu spüren, wie es dem anderen geht. Zuzuhören, ohne das Gegenüber gleich zu unterbrechen. Nicht sofort zu reagieren, wenn ich angegriffen werde.

Johannes der Täufer, der knorrige Bußprediger in der Wüste, spricht in den adventlichen Evangeliumstexten zu uns von der Umkehr. Umkehr als Umdenken. Dabei hat dieses Umdenken Auswirkungen auf den einzelnen, die Gesellschaft, die Wirtschaft. Es geht um den achtsamen Umgang miteinander, mit der Umwelt, um Werte wie Verantwortung. Es geht um bewusstes Leben und Arbeiten.

Nehmen wir die Friedfertigkeit wahr, die uns aus dem Stall von Bethlehem entgegenstrahlt. Lassen wir uns beeindrucken vom Hier und Jetzt des Christuskindes in der Krippe. Dann wird es heller in und um uns in diesen Tagen.


Brigitte Scherer, Pastoralreferentin in der katholischen Seelsorgeeinheit  Waiblingen-Korb-Neustadt


Sonntagsgedanken zum 2. Dezember 2018

Warten
Morgen ist der 1.Advent. Ein neues Kirchenjahr beginnt. Und die Zeit des Wartens beginnt – das Warten auf Weihnachten.

Advent – die Zeit der Vorbereitung. In alten Zeiten war die Adventszeit – wie die Passionszeit – eine Fastenzeit. Eine Zeit des „Weniger“, eine Zeit des Zurückschraubens. Und heute? Eine Weihnachtsfeier jagt die andere … und wer nicht mindestens zehn verschiedene Sorten selbstgemachte Guatsle hat, sieht sich selbst nicht als gute Bäckerin …. Aus der Fastenzeit wurde eine Überflusszeit. Aus der Zeit des Wartens wurde eine überaus stressige Zeit … Und manch einer ist froh, wenn endlich Weihnachten ist und es hoffentlich ruhiger wird.

Dabei kann gerade auch die Adventszeit eine überaus heilsame Zeit sein – wenn man sie richtig versteht. Wenn man sie so versteht, wie sie eigentlich gemeint war: nämlich als Zeit des Wartens – im doppelten Sinne … Denn „Warten“, und vermutlich haben sie es schon selbst gemerkt, „warten“ ist ein so genanntes „Teekesselwort“, ein Wort mit zwei Bedeutungen: „warten“ heißt nicht nur „auf etwas warten“, sondern „warten“ heißt auch „pflegen“: das Auto wird gewartet, die Gartengeräte werden gewartet … UND WIR ? Wo werden wir „gewartet“? Wo werden wir selbst gepflegt? Wo geben wir uns selbst zur Wartung, geben uns selbst zur Pflege?

Advent – das ist ein Angebot! Ein Angebot zur Wartung! Ein Angebot, zur Ruhe zu kommen! Die Seele nachkommen zu lassen! Das Angebot, nicht nur anderen, sondern vor allem auch sich selbst etwas Gutes zu tun! Das Angebot, auszuruhen! Das Angebot, im stressigen Alltag auch mal inne zu halten!

Warten – das heißt auch: nicht alles sofort haben zu wollen oder sofort machen zu müssen! Warten – das heißt: sich auch mal bei einer Kerze oder einer warmen Tasse Tee hinzusetzen und über sich und das Leben nachzudenken …. Nachzudenken, wie gut es tut, dass der allmächtige Gott im kleinen Kind von Bethlehem Mensch wurde und dadurch der Welt das Angebot zu mehr Menschlichkeit machte … 

„Mach‘s wie Gott - werde Mensch“ Das ist das Angebot von Weihnachten. Und die Adventszeit möchte uns darauf vorbereiten.

Pfarrer Hartmut Greb, Evangelische Kirchengemeinde Birkmannsweiler - Höfen - Baach


Sonntagsgedanken zum 25. November 2018

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt

Liebe Leserinnen und Leser, in diesen Tagen gedenken wir unserer Toten, der nahen wie der schon ferner gerückten.

Der Tod ist ohne Zweifel unser irdisches Ende, aber die Liebe fühlt, dass ein menschliches Leben niemals zu Ende sein kann und niemals zu Ende sein darf. Die Liebe setzt darauf, dass dort, wo alles abbricht, noch Gott selbst auf uns wartet und uns mit nichts anderem beschenkt als mit dem Geheimnis seiner Gnade, die uns glauben und hoffen lässt. Menschen aller Zeiten haben an so etwas geglaubt wie ein Leben nach dem Sterben. Gäbe es diese Schau über die Grenze des Todes hinaus nicht, unser Dasein wäre zuletzt um sich selbst betrogen. Wir hoffen auf das unvergängliche Licht. Wir schauen nach ihm aus.

Hiob steht für eine solche Schau über den Tod hinaus. Hiob spricht davon, wie in schwerster Heimsuchung und bis an die Grenze des Todes geführt, ihm die reine Hoffnung aufbrach: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und als der letzte wird er über dem Staub sich erheben. Und ist meine Haut noch so zerschlagen und mein Fleisch dahingeschwunden, so werde ich doch Gott sehen. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust“ (Hiob 19,25-27). Hiob sieht nur noch Gott, seinen Erlöser, seinen Richter, seinen Retter, den, dem er sich ganz anvertrauen darf und der ihm eine Gerechtigkeit schenkt, die weder der Triumph der Sieger noch das Verlangen nach bloßer Umkehr der Verhältnisse auf Seiten der Verlierer ist, sondern Gottes Gegenwart selbst. Hiob wurde in seiner Hoffnung beschenkt mit einem Blick in die freie, weite Schöpfergüte Gottes.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Ostern bricht ein, ein Augenblick des Erwachens, eine Auferstehung  die ganz und gar nach innen geht, urplötzlich in dir aufbricht und allen Schmerz, alle Angst, alle Traurigkeit, ja alle Schuld überflutet sein lässt von einem unaussprechlichen Licht, in dem selbst der Tod seine Krallen verliert – und du weißt und spürst: Ich bin frei. Ich bin geborgen in Gott. Ich bin getragen von seiner Liebe. - auch Du!

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. „Höre es, Angst: der mich durch so viel Abgründe getragen hat, der wird mich auch im Angesicht des letzten Abgrunds nicht alleinlassen – dir zum Trotz!“ (Sabine Naegeli).

Pfarrer Dr. Dieter Koch, Evangelische Kirchengemeinde Korb


Gedanken zu Allerheiligen / Allerseelen

Reformationstag, Halloween, Allerheiligen, Allerseelen…. all das wird in diesen Tagen gefeiert! Ich werde mich in meinen Gedanken (als katholische Christin) auf die zwei zuletzt genannten Tage beziehen.

Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) werden vor allem in katholischen Gemeinden gefeiert und haben eine lange Geschichte. Es geht bei beiden Festen um alle! Allerheiligen, Allerseelen.........  So sind alle gemeint, die ihr Leben aus dem Geist Gottes und der Botschaft Jesu leben und gestalten. Und das sind nicht nur die, die heiliggesprochen wurden, wie jüngst am 14.10.2018 Oscar Romero, der frühere Erzbischof von El Salvador, Mutter Teresa und viele andere mehr.

In den Texten der Bibel findet sich in der Regel die Mehrzahl; es wird also von den Heiligen gesprochen. Lassen Sie mich weitere Heilige ins Spiel bringen, die mit unserer Stadt Winnenden verknüpft sind; den Hl. Martin und Pater Maximilian Kolbe, nach denen die beiden katholischen Kindergärten und das Gemeindehaus im Schelmenholz benannt sind. Schauen wir auch auf die Namensgeber  der evangelischen Kindergärten, Paul Schneider und Christophorus. 

Zum Hl. Martin muss, glaube ich, nicht viel gesagt werden. Seiner gedenken wir demnächst am 11. November auf vielfältige Weisen. Pater Maximilian Kolbe und Paul Schneider haben sich in den Wirren des 2. Weltkriegs durch ihren Glauben im Leben klar positioniert. Und Christophorus (ursprünglich Offerus) gilt in Legenden letztlich als Christusträger.

Heilige sind Menschen, durch die das Göttliche hindurchstrahlt und das sind nicht nur diejenigen, die von der verfassten Kirche heiliggesprochen wurden, sondern vielleicht auch Sie, Du und Ich?

Wenn wir am 2. November oder am 1. November nachmittags wie am Totensonntag auf unseren Friedhöfen unterwegs sind, dann in dem Glauben und Vertrauen, dass alle unsere lieben Verstorbenen in Gott sind und leben. Und so sind und bleiben wir in Gott miteinander verbunden!

Brigitte David, Gemeindereferentin der Katholischen Seelsorgeeinheit Winnenden, Schwaikheim und Leutenbach


Sonntagsgedanken zum 21. Oktober 2018

Gesichter einer Stadt
Ich blicke in ein Gesicht. Es gefällt mir. Ich empfinde es als hübsch. Ich schaue in ein anderes Gesicht und entdecke Wut. Ich sehe einen Menschen, der traurig aussieht. Ein anderes Gesicht lacht und strahlt mich an. Ich bekomme selbst gute Laune.

Schaue ich in ein Gesicht, zeigt sich mir viel. In einem Gesicht sehe ich nicht nur zwei Augen, eine Nase und einen Mund. Ich sehe und entdecke in einem Gesicht Schönes und Hässliches – zumindest teile ich das, was ich sehe, in diese Kategorien ein. Ich schaue in ein Gesicht und entdecke eine Mimik, die mir die Gefühle und Emotionen meines Gegenübers wiederspiegelt. Ein Gesicht zeigt sehr viel von seinem Besitzer oder seiner Besitzerin.

Wenn ich in ein Gesicht blicke, sagt das aber nicht nur sehr viel über die Person, der es gehört. Es sagt auch sehr viel über mich. Ich analysiere, bewerte und reagiere auf ein Gesicht. Ein Gesicht löst auch bei mir Emotionen aus. 

Ich laufe durch die Stadt. Sie gefällt mir. Das besondere Bauwerk, der Park mit den bunten Blättern. Einfach schön! Ich laufe weiter und entdecke einen goldenen Pflasterstein. Ich frage mich, welche Geschichte hinter diesem Stolperstein, der an den Holocaust erinnert, steht und werde betroffen. Das scheinbar Unscheinbare zeigt mir sehr deutlich die Geschichte auf. Eine Straße weiter steht ein Haus mit einem Plakat vor der Tür. „Herzlich Willkommen“ steht darauf. Es zieht mich an und ich traue mich einzutreten, weil ich mich eingeladen fühle und neugierig bin. Auf einem Stop-Schild an der Kreuzung hat jemand auf das Schild den Aufkleber „eating animals“ geklebt. Ich muss schmunzeln und gleichzeitig werde ich nachdenklich. Da hat jemand eine klare Botschaft und Haltung, zu der ich mich positionieren kann.

All diese Dinge und Begebenheiten, die ich in der Stadt entdecke, sind wie Gesichter. Sie stellen etwas dar. Sie zeigen sich. Sie drücken etwas aus. Und sie lösen Gefühle und Emotionen bei mir aus. Es sind gesichtslose Gesichter. Sie übermitteln eine Botschaft. Die Stadt zeigt ihr Gesicht und ich reagiere darauf. Mal freudig, mal wütend und enttäuscht, gutgelaunt und nachdenklich.

Welche Gesichter ohne Gesicht darf ich in meiner Stadt noch entdecken?


Gemeindereferentin Julia Hämmerle, Katholische Kirche Waiblingen


Sonntagsgedanken zum 14. Oktober 2018

Eine weltweite Perspektive

Die evangelischen Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenbezirk Waiblingen haben in diesen Wochen die weltweite Kirche im Blick. In über 30 Veranstaltungen mit Referenten und Gästen aus verschiedenen Ländern soll ein Perspektivwechsel initiiert werden. Als Kirchen und Gemeinden sind wir immer verbunden mit Glaubensgeschwistern weltweit. Die Kirche Jesu ist immer eine Kirche mit weltweitem Horizont. Die lokale Gemeinde vor Ort ist immer nur ein Teil dieser großen weltweiten Gemeinschaft. In jedem Gottesdienst, den wir feiern, soll diese Dimension der weltweiten Kirche vorkommen, sei es im Gebet, der Predigt oder einer Abkündigung. Lokal verankert in der Gemeinde vor Ort und mit einem weiten Herz für die weltweite Gemeinschaft.

„Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie.“(1. Korinther 12,13) Das sagt Paulus.

Hier bei uns haben die Kirchengemeinde auch vielfältige Beziehungen zu Kirchen in anderen Länder. So haben z.B. die Katholische Kirchengemeinde in Winnenden und die Evangelische Kirchengemeinde in Waiblingen Partnerschaften mit Gemeinden in Indien. Beide haben unabhängig voneinander gerade Besuch aus Indien. Das Kennenlernen der Partner in anderen Ländern und Kontinenten geht am besten über das Mitleben. Die Oberstufenschüler in Fellbach, Winnenden und Waiblingen hatten die Gelegenheit, sich aus erster Hand bei ehemaligen jungen Freiwilligen zu informieren, wie das ist, wenn man ein freiwilliges Auslandsjahr in einer sozialen Einrichtung macht, z.B. in Jordanien, Italien oder Argentinien.

Schon der Apostel Paulus pflegte ein breites Netzwerk von Gemeinden, die untereinander in Beziehungen standen, sich besuchten, füreinander beteten, um von einander zu wissen und sich gegenseitig in vielerlei Weise zu helfen. Partnerschaft ist eine Bewegung. Sie lebt davon, dass Menschen und Kirchengemeinden sich auf den Weg machen, Gottes Spuren weltweit zu entdecken und für eine gerechtere Welt einzutreten. Das Wort „Partnerschaft“ könnte man besser durch das Wort „Weggemeinschaft“ ersetzen. Wir sind miteinander auf dem Weg. Weggemeinschaften schaffen Räume interkulturellen bzw. ökumenischen Lernens. Es geht oft nicht ganz einfach, dass man sich in aller Unterschiedlichkeit auf Augenhöhe begegnet. Es lohnt sich aber, dass man sich auf den Weg macht. Dann hat man es auch leichter, den Migranten, die zu uns gekommen sind, verständnisvoller zu begegnen.

Pfarrer Dr. Karl Braungart, Evangelische Kirchengemeinde Winnenden, Schelmenholz und Hanweiler


 

Sonntagsgedanken zum 30. September 2018

Engel?
Vor kurzem bin ich verunglückt: die Leiter, auf der ich am Haus arbeitete, kippte plötzlich weg, und ich landete etliche Meter tiefer hart auf dem Boden. Rippen und ein Finger gebrochen, die Lunge verletzt, Krankenhaus - harmlos ist etwas anderes.

 „Da hat dein Schutzengel aber nicht gut aufgepasst!“ meinte später ein Bekannter. „Im Gegenteil“, war für mich klar: „der hat gut aufgepasst! Dass die Leiter so wegkippen konnte, habe ich mir selbst zuzuschreiben. Dafür, dass es nicht schlimmer ausgegangen ist (was nicht verwunderlich gewesen wäre) bin ich aber mehr als dankbar - meinem Schutzengel bzw. dem, der ihn mir geschickt und zur Seite gestellt hat.“

Heute feiert die Kirche die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, und nächsten Dienstag steht das Fest der Schutzengel im katholischen Kalender. Soll, kann man tatsächlich noch an Engel ‚glauben‘? Und: was haben die himmlischen Geistwesen der religiösen Tradition gemeinsam mit den Engeln, denen wir in Buchhandlungen, Geschenkläden und an Gräbern begegnen?

Zum einen ihre nicht fassbare Art und Herkunft, die sich im Bild der Flügel ausdrückt, sowie die wunderbare Kraft und Hilfe, mit der sie Menschen in konkreten Situationen begegnen. Dabei sind sie im religiösen Verständnis keine eigenständige Akteure, sondern Boten (lateinisch: ‚angeli‘), die in Gottes Auftrag und Kraft wirken. Man kann sie z.B. dort am Werk sehen, wo etwas auf ‚wunder‘bare Weise nochmals gut ausgegangen ist. Dass dabei menschliche Helfer ebenso als Engel bezeichnet werden und die Trennung von Irdischem und Himmlischen sich auflöst, gefällt mir gut.

Wer selbst Hilfe als wunderbar erfahren hat, der kann auch dort, wo er für die ihm Lieben mehr als Menschenmögliches erhofft und wünscht solche himmlische Wesen in den Blick nehmen. Ganz persönlich sollen die Geliebten mächtigen Helfern und Beschützern anempfohlen sein - ein in meinen Augen schöner Ausdruck wohlwollender Zuneigung und Fürsorge.

Gibt es nun Engel? Manchem stehen vielleicht Skepsis und Enttäuschung im Weg, das anzunehmen. Doch wo wir nicht selbstverständliche Hilfe erfahren und starke Unterstützung ersehnen, da können und dürfen wir vielleicht schon von Engeln reden, auf Engel hoffen und vertrauen - auf Boten eines zutiefst menschenfreundlichen Gottes, der - verborgen und unfassbar - doch wirksam ist: helfend, mahnend, herausfordernd, heilend. 

Hermann Mezler, kath. Psychiatrieseelsorger, Zentrum für Psychiatrie Schloß Winnenden


Sonntagsgedanken zum 23. September 2018

100 Jahre Mandela
In den Pfingstferien habe ich die Autobiografie von Nelson Mandela mit dem Titel „Der lange Weg zur Freiheit“ gelesen. 100 Jahre alt wäre er in diesem Jahr geworden.

An vielen Stellen ist davon zu hören und zu lesen. Seine Lebensgeschichte geht unter die Haut. 27 Jahre verbrachte er in Haft. Danach verhandelte er mit Regierungsvertretern und wurde schließlich der erste schwarze Präsident Südafrikas.

Der Freiheitskämpfer und Friedensnobelpreisträger hat sein Land geprägt wie kaum ein anderer. Was ihn auszeichnete war sein übermenschlicher Wille zur Versöhnung. Ein Beispiel berichtet Harry Wigget, der 1982 als Gefängnispfarrer für die politisch Gefangenen zuständig war. Mandela gehörte zu ihnen. Der erste von Wigget geleitete Abendmahlsgottesdienst hinterließ nachdrückliche Spuren. Die Gefangenen standen um den Abendmahlstisch, während sie von einem Gefängnisaufseher kritisch überwacht wurden. Mandela unterbrach den Pfarrer während der Liturgie und ging auf den Aufseher zu. Er fragte ihn, ob er Christ sei. Nachdem dieser bejahte forderte Mandela ihn auf, zu ihnen an den Tisch zu kommen. „Sie können nicht abseits sitzen bleiben. Das ist das heilige Abendmahl, wir müssen es teilen und gemeinsam empfangen.“

Als Mandela 1994 zum Präsidenten wurde, arbeitete er eng mit Kirchenführern zusammen, um die Neugestaltung der Nation unter den Zeichen wirksamer Versöhnung und Vergebung auf den Weg zu bringen. Dazu diente auch die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die 1995 gegründet wurde und bis 1998 arbeitete. Den Vorsitz hatte Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Die Kommission untersuchte politisch motivierte Verbrechen während der Zeit der Apartheid. Dahinter stand der Gedanke: Ohne Wahrheit keine Heilung. Ohne Vergebung keine Zukunft.

Nein, es ist Nelson Mandela nicht alles gelungen und manches kann man auch kritisch hinterfragen. Aber was er bewirkt hat und wie versöhnlich er gelebt hat, hat Vorbildcharakter. Heute kann man den Eindruck gewinnen, dass viele Nationen vor allem nach sich selber schauen und das Gemeinsame vernachlässigen. Da können wir wohl alle etwas von Mandela lernen. 


Thomas Reich, Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Waiblingen 


Sonntagsgedanken zum 16. September 2018

(Kinder-)Mutmachlied
In den letzten Tagen schon und auch heute finden zahlreiche Einschulungsfeiern statt. Der Schulstart wird natürlich groß begangen – es geht schließlich um nichts weniger als einen neuen Lebensabschnitt – für die Kinder genauso, wie für die Erwachsenen. Meist finden die Einschulungsfeiern im Anschluss an oder in Verbindung mit einem Gottesdienst statt. Wie schön, wenn wir uns das bewusst machen: Gott begleitet uns, bei allem Neuen und Unbekannten, was auf uns zukommt.

Bei dem Einschulungsgottesdienst, an dem ich beteiligt bin, singen wir unter anderem ein Lied, das „Kindermutmachlied“ heißt. Ich finde diesen Titel einfach klasse! Es ist ein Lied mit einer fröhlichen Melodie und einem einfachen Refrain: „Lalalala, lalalala, lalala lala lalalala“ – es kommt eigentlich unscheinbar daher, aber: es macht Mut.

Es macht Mut, wenn einer sagt: „Ich mag dich, du“; „Ich brauch dich, du“; „Komm, geh mit mir“. Dann macht das Leben Spaß, dann fühl ich mich nicht mehr klein, dann krieg ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut. Das sollen unsere Kinder erleben, wenn sie sich auf den Schulweg machen: Dass sie nicht allein sind, dass sie gebraucht und geliebt sind, denn so bekommen sie Mut zum Leben. 

Und auch wir Erwachsenen könnten so ein Mutmachlied gebrauchen. Auch wir haben Mut nötig. Mut, um die Stimme zu erheben gegen menschenverachtende und diffamierende Sprüche, um eine Entscheidung zu treffen, die schmerzhafte Konsequenzen mit sich bringt, um ein Leben getreu den eigenen Prinzipien zu führen. Oder einfach Mut, um die nächste Woche zu bewältigen. 

Hören wir das Kindermutmachlied als Mutmachlied, nicht nur für Kinder:

Gott sagt zu dir: Ich hab dich lieb,
ich wär‘ so gern dein Freund!
Und das, was du allein nicht schaffst,
das schaffen wir vereint.


Pfarrer Philipp Essich, Evangelische Kirche Winnenden


Sonntagsgedanken zum 09. September 2018

Alle eure Sorge
O ja! Sorgen hätten wir genug. Da sind die kleinen Sorgen: Dass am Montag die Schule wieder anfängt und der Sommer sich endgültig dem Ende zuneigt. Werden wir mit Mitschülern und Kollegen gut zurechtkommen?
Da sind die persönlichen Sorgen: Wie wird die Untersuchung bei der Ärztin ausgehen? Komme ich um die OP herum? Oder wird es richtig schlimm?
Und schließlich die Sorgen um die politische Großwetterlage: Ist Chemnitz der Seismograf für die unheilbare Zerrissenheit unserer Gesellschaft? Oder hat das ehemalige Karl-Marx-Stadt einfach sehr extreme Bedingungen zu schultern?

Sorgen haben wir wohl. Da trifft der Wochenspruch mitten ins Schwarze: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr. 5,7)
„Ist das nicht ein bisschen naiv?“, könnte man einwenden. Hinter den Sorgen stehen doch Probleme, die es zu lösen gilt. Die kann ich doch nicht einfach dem lieben Gott überlassen! Nein, sicher nicht. Gott gibt uns mit seiner Fürsorge keinen Freibrief für Untätigkeit. Andersherum wird ein Schuh daraus: Wer sich in seine Sorgen zu sehr einspinnt, findet nicht mehr heraus. Die Folge ist Schlafmangel, Nervosität – und nachlassende Lösungskompetenz. Wer sich zu sehr sorgt, wird fantasielos, kraftlos, selbstmitleidig.

Den anderen Weg zeigt der Apostel Petrus: Vertrauen in Gott und den guten Ausgang. Alle eure Sorge werft auf ihn – wenn es uns gelingt, unsere Ängste loszulassen und darauf zu vertrauen, dass jede noch so verfahrene Situation gut enden kann, werden wir innerlich frei. Wir atmen auf und sind bereit, anzupacken. Diese Haltung will Gott uns schenken.

So verliert der erste Arbeitstag seinen Schrecken und schafft Platz für die Wiedersehensfreude. So verwandelt sich die Angst vor der Diagnose in die Einsicht, wie gut es ist, dass die Krankheit entdeckt wurde und behandelt werden kann. Und so wird das Erschrecken über die Rohheit des gesellschaftlichen Miteinanders, über das Erstarken und die Kaltschnäuzigkeit rechter Gruppierungen und die fließenden Übergänge zur AfD endlich dazu führen, dass wir die Demokratie nicht als lästige Pflicht behandeln, sondern als das, was sie ist: unsere wertvollste kulturelle Errungenschaft und die Voraussetzung für Solidarität und freie Entfaltung der Einzelnen.

Wenn wir uns weniger sorgten und mehr handelten, könnte das der Sache nur dienen. Handeln, das hieße: begründete Ängste wahrnehmen, irreale Ängste lösen, Zukunftschancen eröffnen, Bildung ermöglichen, Hoffnung vermitteln, Gemeinschaft stärken, Vielfalt achten. Auch Petrus hat das schon gesehen und rät seiner Gemeinde: Seid gleich gesinnt, mitfühlend, geschwisterlich, barmherzig, demütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen erbt. (1. Petr. 3, 8f.)

Gehen wir’s an. Die Voraussetzungen haben wir.

Pfarrerin Dr. Antje Fetzer, Evangelische Kirche Waiblingen


Sonntagsgedanken zum 26. August 2018

Mach mal!
Bei uns in der Paulinenpflege steht ein fast 200 Jahre alter Opferstock. Unser Gründer, Pfarrer Heim hat ihn in Auftrag gegeben. Handgeschmiedet, etwas grobschlächtig, kein wirkliches Kunstwerk. Darüber, auf einem ebenso groben Holzbrett, ist ein Bibelzitat gemalt. Übrigens auch der Wochenspruch für die kommende Woche: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Kurz bevor Jesus gen Himmel entschwindet, hält er noch einmal eine große Rede. Sein Vermächtnis sozusagen. Er will seinen Jüngern und Fans dies ins Stammbuch schreiben. Er teilt die Menschheit ein in Böcke und Schafe. Ziemlich radikal, fast grob. So wie das Brett über dem Opferstock. Er redet von Himmel und Hölle. Woran sich das entscheidet? Daran, wie sich der Einzelne gegenüber dem Bedürftigen verhalten hat: dem Armen, dem Gefangenen, dem Fremden, dem Durstigen. Hast du ihm geholfen oder nicht? Hast du MICH gesehen im Notleidenden? Hast du ihm geholfen, hast du mir geholfen, erklärt Jesus. So einfach ist das. Schnörkellos und klar. Aber halt auch schwer verdaulich. Denn von Frömmigkeit steht hier kein Wort, nur die Haltung scheint hier entscheidend. Sie wird am Ende angesprochen werden. Mir als frommen Christen passt das nicht so ganz. Aber ich will es ernst nehmen – immerhin scheint es Jesus sehr ernst damit gewesen zu sein.

Der Christus im Anderen. Das soll hier kein theoretisches Gedankengebäude werden – so ist es vom Urheber auch nicht gemeint. Sondern ganz praktisch: Kürzlich die junge Mutter, mit Kinderwagen und Smartphone im Park. Kein Duzi-duzi mit dem Baby. Bloß blablabla mit der besten Freundin, eine Stunde lang. Sie sah nicht das Christkind in ihrem Baby. Wichtig war Handy statt Baby. Jesus ganz im Gender-Sinn: Ja, auch weibliche Wesen können hier zum Bock werden!

Ein junger Flüchtling kommt als Analphabet aus Afrika. Innerhalb von zwei Jahren schafft er es, eine Ausbildung zum Altenpfleger zu beginnen! Wie das geht? Er fand im Winnender Klinikum einen „Opa“. Der ackerte und büffelte mit ihm. Jawohl, auch als Opa kann man Schaf sein! Sieht die Politik den Jesus in der völlig überladenen maroden Nußschale auf dem Mittelmeer? Lässt man sie absaufen oder holt man sie an Land? Bock oder Schaf?

Auch für die Politik oder einen Staat gilt der Tier-Vergleich. Ein Ehepartner berichtet von der zunehmenden Demenz des anderen: „Das ist nicht mehr die Person, die ich geheiratet habe!“ Nein, das nicht. Aber siehst du den Christus in ihm? Schwer verdaulich, fürwahr. Gerade weil es so schnörkellos und klar ist. Uns keine Ausflüchte zulässt.

Der alte Pfarrer Heim meint es nicht drohend, aber er kennt den tiefen Ernst der Liebe: Die Seele dieser Armen „müsste einst vor Gottes Thron wider uns zeugen, wenn wir nicht zu ihrer Rettung unternähmen, was in unseren Kräften steht.“

Liebe ist eine ernste Sache. Klar, aber immer noch wahr. Schnörkellos und noch immer aktuell.


Pfarrer Ulrich Bühner, Paulinenpflege Winnenden


Sonntagsgedanken zum 12. August 2018

Hitze
Hitze. Jeden Tag Hitze. Vielleicht der ein oder andere Tag etwas mildere Temperaturen. Vielleicht die eine oder andere Nacht etwas Abkühlung. Doch dann wieder Hitze. Damit haben wir in Mitteleuropa eher wenig Erfahrung, umso gestresster reagieren Körper und Seele. Menschen sind reizbarer, erschöpfter, müder.

Die diesjährige Sommerhitze macht mir wieder klar, dass unsere christliche Religion, unsere Glaubenswahrheiten aus einem heißem Land, einer heißen Region kommen. Aus Israel und dem Orient. Hat die Hitze nicht auch die Glaubenserfahrung der Menschen dort geprägt? Was macht es mit Menschen, die in einer oft unerträglich lebensfeindlichen Welt wohnen, arbeiten und reisen? Was macht es mit Menschen, die jedes Jahr aufs Neue um ihre Ernte bangen, weil Trockenheit droht? Nicht in einem Jahrhundertsommer, sondern nahezu jedes Jahr?

Zwei wesentliche Erkenntnisse kommen mir in den Sinn. Da ist zunächst die Gastfreundschaft. Noch heute bekommt der Wanderer im Orient erstmal ein Glas Wasser gereicht. Welch eine Wohltat nach Staub und Hitze! Nicht nur von Abraham wird erzählt, wie gastfrei er war. Menschen müssen zusammenhalten, wo die Welt lebensfeindlich ist. Die Bibel nennt es Nächstenliebe. Und sie verspricht: so mancher hat Engel beherbergt, wenn er gastfreundlich war.

Und dann ist da die Wertschätzung einer Verwurzelung im Glauben. Wer am Rand der Wüste lebt, kennt den Wert tiefer Wurzeln. So wie bei uns ja auch die Bäume, Gewürze und Weinstöcke kein Problem mit dem aktuellen Wassermangel haben, wenn sie nur tief genug wurzeln. „Gesegnet ist der Mensch, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte“, schreibt der Prophet Jeremia. Solch einen Menschen wirft keine Krise und keine Angst um. Er wird eine Zeit der Erschöpfung und Müdigkeit überstehen und daran reifen.

Ich wünsche Ihnen in diesen heißen Sommertagen beides. Die Erkenntnis, welchen Wert es hat, im Glauben tief verwurzelt zu sein. Und immer Menschen, die ein köstlich erfrischendes Glas Wasser für Sie bereithalten, wenn sie durstig sind. An Leib und Seele.

Pfarrer Hans Peter Weiß-Trautwein, Evangelische Kirchengemeinde Hertmannsweiler / Bürg


Sonntagsgedanken zum 05. August 2018

„Ach, wäre es doch wie früher!“

War früher wirklich alles besser, oder reden wir uns die Dinge nur schön?

Am kommenden Sonntag ist in den katholischen Gottesdiensten vom Murren des Volkes Israels in der Wüste zu hören. Nachdem sie in Ägypten lange Zeit wie Sklaven schuften mussten und Mose sie mit Gottes Hilfe befreite, ging für sie ihr größter Traum in Erfüllung. Als der Weg aber immer länger wurde und sogar durch die Wüste führte, fingen sie an zu murren. Nein, so hatten sie sich das nicht vorgestellt, ständig Hunger und Durst; in Ägypten waren sie zwar nicht frei, hatten aber wenigstens zu essen.

Uns Menschen würde da sicher schnell der Geduldsfaden reißen: „So ein undankbares Volk – erst betteln sie um Hilfe, dann werden sie gerettet und jetzt maulen sie schon wieder! Ein voller Bauch ist denen wohl wichtiger!“ Die Reaktion von Gott ist aber völlig anders. Nicht einmal eine Ermahnung ist in diesem Text zu hören! Sobald das Klagen zu ihm dringt, lässt Gott seinem Volk über Mose ausrichten, dass er Brot vom Himmel regnen lässt. Durch die herabfallenden Wachteln sorgt er auch gleich noch für Fleisch!

Gott schenkt übermäßig und die Menschen müssen das Ganze nur noch einsammeln! Eine kleine Abmahnung hätten sie nach unseren menschlichen Maßstäben aber schon verdient! Freigebigkeit wird doch allzu oft schamlos ausgenützt!

„Das musst Du Dir erst mal verdienen!“ Ohne ehrliche Arbeit und gerechten Lohn funktioniert unser System nicht! Und es ist wichtig, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sich an mühsam ausgehandelte Verträge halten. Wenn wir aber auch in unserem Alltag nur noch berechnen, unser Leben gegeneinander „aufrechnen“?

Gott will, dass wir Leben in Fülle haben und er zeigt, wie es geht: Er beschenkt sein Volk in der Wüste überreich und gratis! Gott ist gnädig und barmherzig.

Jetzt ist Sommer – viel Zeit zum Nachdenken. Vielleicht an früher, wo manches in der Rückschau gar nicht so schlecht war! Vielleicht an die Gegenwart, wo wir zwar nicht alles steuern können, aber das eine oder andere „gnädig“ verändern und schon mal „barmherzig“ ausprobieren? Gott lädt uns ein, auch an die Zukunft zu denken und er verspricht, immer bei uns zu sein! Nur Mut, er hört auch unser „Maulen“! Seine Antwort wird auch heute wie früher lauten: „Schau doch hin. Du bekommst alles, was Du brauchst.“

Pastoralreferentin Maria Lerke, Katholische Seelsorgeeinheit: Winnenden – Schwaikheim - Leutenbach